Finanzen

380 € Verlust pro Monat: das Fahrzeug, das niemand sieht

Uber-Umsatz sieht gut aus. Nach allen Kosten läuft ein Auto seit Monaten mit Verlust. So finden Sie das Problem-Auto — bevor es ein Jahr Ihre Marge frisst.

·7 min read

Der stille Fresser in Ihrer Flotte

Fragen Sie zehn Mietwagen-Chefs, welches ihrer Autos das profitabelste ist. Sie bekommen zehn schnelle Antworten. Fragen Sie sie, welches Auto Verlust macht. Sie bekommen entweder Schweigen oder ein „Keins, glaube ich."

Die zweite Frage ist die wichtige.

In fast jedem Betrieb mit fünf oder mehr Autos läuft eines seit Monaten mit Minus. Ohne dass es jemand merkt. Der Uber-Umsatz sieht gut aus. Das Auto ist fast immer besetzt. Der Fahrer beschwert sich nicht.

Aber wenn Sie Leasing, Versicherung, Sprit, Werkstatt, Reifen und Uber-Provision zusammenzählen — und ehrlich rechnen, was das Auto wirklich kostet — ist die Marge im Minus. Nicht knapp im Minus. 200 bis 400 € pro Monat im Minus.

Ein Kunde von uns, Ahmet aus Hamburg, war sicher: Sein Mercedes Vito bringt Geld. Nach zwei Monaten mit Fahrly stand die Zahl schwarz auf weiß: 380 € Verlust pro Monat, nach allen Kosten.

Der Vito wurde verkauft. Ein kleineres Auto in der gleichen Uber-Klasse hat ihn ersetzt. Die Marge war sofort wieder im Plus. Diese eine Erkenntnis hat die Software für Jahre bezahlt.

Warum es niemand sieht

Weil die Daten nicht zusammenkommen. Der Uber-Umsatz steht in Uber. Der Bolt-Umsatz in Bolt. Das Leasing steht in einem Vertrag beim Steuerbüro. Die Werkstatt-Rechnungen liegen in einem Ordner. Die Sprit-Belege bei Aral. Und die Uber-Provision sieht man nicht getrennt — man sieht nur, was am Ende auf dem Konto ankommt.

Um zu sehen, ob ein Auto Geld macht, müssen Sie zusammenrechnen:

  • Uber und Bolt Umsatz (brutto, vor Provision)
  • Provision (im Schnitt 25 bis 30 %)
  • Sprit (nach Tankkarten oder Belegen, pro Auto zuordbar)
  • Werkstatt (pro Auto zuordbar, wenn Sie richtig buchen)
  • Leasing oder Abschreibung (feste Kosten)
  • Versicherung (feste Kosten pro Auto)
  • Reifen, Reinigung und andere direkte Kosten

Das ist ein Excel-Projekt, das niemand jeden Monat macht. Also passiert es einmal im Jahr, wenn das Steuerbüro nach der Bilanz fragt. Und dann ist es zu spät für die drei bis fünf Monate, in denen das Auto Verlust gefahren hat.

Was Sie mit Fahrly sofort sehen

Fahrly liest Uber und Bolt direkt aus. Fahrly verbindet Tankkarten mit Autos. Fahrly sammelt Werkstatt-Rechnungen pro Auto. Fahrly rechnet die festen Kosten (Leasing, Versicherung) mit.

Das Ergebnis ist eine einzige Tabelle: Umsatz, Kosten, Marge pro Auto — pro Monat. Sortiert nach Marge. Aufsteigend. Ganz oben stehen die Verlierer.

Bei fünf Autos sehen Sie in fünf Sekunden, welches unter Wasser läuft. Bei zwanzig Autos genauso schnell. Ohne Excel. Ohne Rechnen. Ohne „Das muss ich meinen Steuerberater fragen."

Die drei Optionen, wenn Sie es sehen

Fahrer wechseln. Oft ist nicht das Auto das Problem. Sondern die Kombination Fahrer × Auto. Ein anderer Fahrer holt oft 30 bis 40 % mehr Umsatz aus dem gleichen Auto. Allein durch bessere Schichtzeiten oder ein Zielgebiet, das ihm liegt. Dieser Test kostet nichts. Nur zwei bis vier Wochen Zeit.

Modell wechseln. Wenn Sie das Auto durch ein kleineres in der gleichen Uber-Klasse ersetzen können (Vito → Passat Kombi, E-Klasse → C-Klasse), sparen Sie 150 bis 300 € Leasing pro Monat. Bei fast gleichem Umsatz. Der Unterschied fließt direkt in die Marge.

Verkaufen. Wenn weder Fahrer- noch Modell-Wechsel hilft, ist der letzte Schritt der klare Schnitt. Das Auto verkaufen. Den Slot mit einem guten Auto neu besetzen. Schmerzhaft. Aber viel weniger schmerzhaft als zwölf weitere Monate Verlust.

Was Sie nicht mehr tun sollten

Vermuten. Die drei häufigsten Sätze, die wir hören:

  • „Der macht Geld. Ich sehe ja den Umsatz."
  • „Das gleicht sich in der Flotte aus."
  • „Am Jahresende steht die Bilanz."

Alle drei sind teuer.

Umsatz ist nicht Gewinn. Ein Auto kann viel fahren und trotzdem Verlust machen, wenn die Kosten zu hoch sind.

Quer-Ausgleich frisst Ihre besten Autos auf. Das gute Auto zahlt das schlechte mit. Sie sehen es nur nicht.

Die Jahresbilanz ist zu spät. Zwölf Monate Verlust sind fünftausend Euro. Für einen Betrieb mit fünf Autos ist das der Unterschied zwischen Gewinn und Verlust.

Wie es gehen sollte

Ein Blick pro Monat. Drei Minuten. Sortierte Tabelle. Das ist der Unterschied zwischen einem Chef, der weiß, wo sein Geld herkommt — und einem, der hofft.

Fahrly Business Intelligence (das ist die Auswertung) zeigt Ihnen die Marge pro Auto jeden Montagmorgen. Als Push-Nachricht. Wenn ein Auto zwei Monate hintereinander im Minus ist, kommt eine Warnung. Sie sehen es, bevor es teuer wird.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich die Marge pro Auto prüfen?

Einmal im Monat reicht. Wöchentlich ist zu unruhig (einzelne Ausfalltage machen das Bild schief). Alle drei Monate ist zu spät (drei Monate Verlust sind schon vierstellig). Mit Fahrly ist es ein Blick statt ein Excel-Projekt.

Was zählt alles zu den Kosten pro Auto?

Direkte Kosten: Leasing oder Abschreibung, Versicherung, Steuer, Uber- und Bolt-Provision, Sprit, Werkstatt, Reifen, Reinigung, Konzessions-Anteil. Indirekte Kosten: Büro-Anteil, Buchhaltung, Software. Erst wenn alles drin ist, sehen Sie die echte Marge.

Was tun, wenn ich das schlechte Auto erkenne?

Drei Optionen in dieser Reihenfolge: 1. Anderen Fahrer probieren (oft macht ein anderer 30 bis 40 % mehr Umsatz auf dem gleichen Auto). 2. Modell wechseln (kleineres Auto in gleicher Uber-Klasse spart 200 bis 400 € Leasing). 3. Verkaufen. Nicht: warten und hoffen.

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